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Moos im Rasen bekämpfen

Eine besondere Herausforderung sind Moose auf Rasenflächen. Was von weitem schön gesund und grün aussah, kann sich als Moos entpuppen, das den Rasen erstickt. Und da Moos recht locker sitzt, weil eigentliche Wurzeln fehlen, verbreiten sich so genannte Laubmoose relativ schnell mit fatalen Folgen für die Trittfestigkeit und Geschlossenheit der Grasnarbe. Viele Moosarten konkurieren mit den Rasengräsern um Nährstoffe und Boden. Besonders Silber Birnmoose (Bryum argenteum) bilden sehr dichte Polster, die die Rasengräser nach und nach verdrängen.

Moose sind im eigentlichen sehr kleine Pflanzen. Die meisten sind weniger als 2 cm lang und nur wenige länger als 20 cm. Die in der Wissenschaft bekannten 16.000 Moosarten sind äußerst anpassungsfähig und können sich aufgrund ihrer Anspruchslosigkeit leicht an verschiedenen Standorten etablieren. Moose bevorzugen überwiegend feuchtwarme Gebiete. Die Vermehrung der Moose erfolgt über Sporen, die vom Wind weitergetragen werden.



Moos im Rasen

Moose bevorzugen schattige und feuchte Stellen in Wäldern, die allerdings auch auf auf Rasenflächen vorzufinden sind. Zusätzlich dazu födern folgende Bedingungen das Auftreten und die Vermehrung von Moosen:

  1. stark verdichtete Böden
  2. anhaltende Staunässe im und auf dem Boden
  3. andauernde feuchte Bestände (Beregnung, Tau)
  4. Lichtmangel auf der Rasenfläche, z.B. durch Schattenwurf
  5. Nährstoffmangel aufgrund von nicht bedarfsgerechter Nährstoffversorgung der Rasengräser
  6. Kahlstellen hervorgerufen durch abgestorbene Gräser, oder Unkräuter

Moos mechanisch entfernen

Moose lassen sich durch Vertikutieren und Ausstechen von der Rasenfläche entfernen. Vorallem bei lockeren Moosen und nicht allzu hohem Befall werden durch Vertikutierer die Moospolster aus der Rasenfläche herausgerissen. Die organische Masse muss nach der Maßnahme zeitnah von der Rasenfläche entfernt werden, da das Moos sonst leicht wieder anwächst. Anschließend sollte die Rasenfläche mit einem stickstoffbetonten Langzeitdünger versorgt werden , damit die entstandenen Kahlstellen auf der Rasenfläche schnell wieder geschlossen werden, da sich an diesen stellen ansonsten schnell wieder Moose etablieren können. Sollten die Kahlstellen die Größe einer Handfläche übersteigen, müssen diese Lücken auf der Rasenfläche mit einer entsprechenden Nachsaat nachgesät werden.

Silber-Birnmoose trifft man häufig auf Golfanlagen an. Dieses äußerst widerstandsfähige Moos verfestigt sich mit seinen Polstern gut im Boden und kann durch Vertikutiermaßnahmen, oder mit Moosvernichtern auf Basis von Eisen-II Sulfat nicht ausreichend bekämpt werden und muss ausgestochen werden. Eine andere Möglichkeit ist das Entfernen des Mooses mithilfe eines Rasenziegelstecher und dem darauffolgenden Einsetzen eines intakten Rasenstückes.

Chemische Moosvernichter

Auf dem Markt werden verschiedene Produkte zur chemischen Moosvernichtung auf Basis von Eisen-II-Sulfat angeboten, wie z.B. der Rasendünger mit Moosvernichter von Everris. Durch das enthaltene Eisen-II Sulfat werden die vorhandenen Moose ausgetrocknet (Verätzung). Das Moos verfärbt sich schwarz und stirbt ab. Die abgestorbene organische Masse sollte dann unverzüglich durch Vertikutiermaßnahmen aus der Rasenfläche entfernt werden. Die rasch wirkende Stickstoffformen (Ammoniumsulfat) die in Rasendüngern mit Moosvernichter enthalten sind, sorgen zusätzlich für eine Ätzwirkung und fördern das Absterben der Moose, bei gleichzeitiger Schließung der Kahlstellen.

Auch hier gilt: Sind die Kahlstellen größer als eine Handfläche, müssen diese Lücken auf der Rasenfläche mit einer entsprechenden Nachsaat nachgesät werden.

Speziell zur nachhaltigen Moosbekämpfung steht der Wirkstoff Quinoclamin (enthalten z.B. in Mogeton Top) zur Verfügung, der das Moos nicht oberflächlich verätzt, sondern die pflanzliche Photosynthese stört. Das Moos "verhungert" und gleichzeitig bleibt ein die Sporenkeimung hemmendes Depot auf der Bodenoberfläche zurück. Die Folge: der Rasen hat genügend Zeit, die Fehlstellen wieder zu überwachsen. Quinoclamin erzielt optimale Ergebnisse ab ca. 15° C Lufttemperatur und feuchter Witterung (wüchsiges Wetter), versauert außerdem den Boden nicht, was die Wiederansiedlung von Moos noch zusätzlich begünstigt würde. Die Anwendung kann leicht im Spritzverfahren - auch z. B. zur nesterweisen Moosbekämpfung - erfolgen.

Quinoclaminhaltige Produkte wie Mogeton Top eignen sich hervorragend zu Bekämpfung von Laub- und Lebermoosen. Selbst sehr widerstandsfähige Moose, wie das Silber-Birnmoos lassen sich mit dem Wirkstoff sehr gut bekämpfen.

Hinweis: Produkte wie Mogeton Top mit dem Wirkstoff Quinoclamin verfärben im Gegensatz zu Produkten mit Eisen-II-Sulfat nicht. Produkte zur Moosbekämpfung mit Eisen-II-Sulfat können z.B. auf Gehwegplatten, oder Bordsteinen rostfarbene Stellen hinterlassen. Diese sollten vor der Behandlung mit Eisen-II Sulfathaltigen Produkten entweder abgedeckt, oder sofern möglich entfernt werden.


Moos im Rasen bekämpfen

Optimal gepflegte Rasenfläche ohne Moose


Damit die Moose dauerhaft der Rasenfläche fern bleiben, sollten zusätzlich zur Moosbekämpfung präventive Maßnahmen ergriffen werden. Grundsätzlich ist ein dichter, wüchsiger, gesunder und bedarfsgerech mit Nährstoffen versorgeter Rasen relativ resistent gegenüber Moos, da kein Platz mehr für das Moos auf dem Boden zur Etablierung zur Verfügung steht. Deswegen ist es von vornherein wichtig alle Eventualitäten zu beseitigen, die das Wachstum von Moosen fördern könnten.

Hierzu zählen insbesondere:

  1. Beseitigung von Bodenverdichtungen und Staunässe durch regelmäßiges Aerifizieren
  2. Besanden für eine trockenere Oberfläche
  3. bessere Luftzirkulation - Restriktive Beregnung
  4. Beseitigung von Schatten z.B. von Bäume und Sträucher sofern möglich
  5. bedarfsgerechte Nährstoffversorgung der Rasengräser mithilfe von z.B. Rasedüngern
  6. schnelles Schließen von Lücken und Kahlstellen, z.B. mithilfe einer Nachsaat


Moose im Rasen - Die gängisten Moose im Überblick
Unkraut Moos

Moos (Bryophyta)

Schwierigkeit schwer bekämpfbar
Eigenschaften
Vorkommen
zwischen ca. 1 und 20 cm. Man unterscheidet 3 Moosklassen: Leber-, Horn- und Laubmoose. Meistens bevorzugen sie feuchtwarme Standorte (wie Rasenflächen).
Blütezeit Mai bis Oktober
Verbreitung Moose vermehren sich über Sporen, welcher über unterschiedliche Mechanismen Verbreitung finden
Einsatzzeitpunkt für Unkrautvernichter Warmes, wüchsiges Wetter ab 15°C mit dem Wirkstoff Quinoclamin. Gegen Moos helfen optimal folgende Produkte: Mogeton TOP 750 gr. gegen Moos und der Moosvernichter mit Rasendünger von Everris. Mechanisch kann das Moos mithilfe eines Unkrautstechers , Vertikutierers, oder Rasenziegelstechers entfernt werden
Unkraut Moos

Silber-Birnmoos (Bryum argenteum)

Schwierigkeit sehr schwer bekämpfbar
Eigenschaften
Vorkommen
Größe: ca. 1 und 20 cm. Bildet dichte Moospolster die sich im Boden verankern und die Rasengräser verdrängen, Erscheinungsbild: silbrig glänzend, bei Feuchtigkeit dunkelgrün
Blütezeit Mai bis Oktober
Verbreitung Moose vermehren sich über Sporen, welcher über unterschiedliche Mechanismen Verbreitung finden
Einsatzzeitpunkt für Unkrautvernichter Warmes, wüchsiges Wetter ab 15°C mit dem Wirkstoff Quinoclamin: Mogeton TOP 750 Mechanisch kann das Moos mithilfe eines Unkrautstechers , oder Rasenziegelstecher ausgestochen werden

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