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Hexenringe im Rasen — Ursachen, Typen & Gegenmaßnahmen

Kurz zusammengefasst: Hexenringe (Fairy Rings) entstehen durch diverse Hut- und Ständerpilze, deren Myzel sich kreisförmig im Boden ausbreitet. Es gibt drei Erscheinungstypen: abgestorbene Grasbänder mit dunkelgrünen Rändern (Typ 1), einzelne dunkelgrüne Ringe (Typ 2) und rein kreisförmig angeordnete Fruchtkörper ohne Rasenschäden (Typ 3). Das wasserabweisende Myzel im Boden ist das eigentliche Problem — der Einsatz von Fungiziden ist nicht zugelassen.

Hexenringe — im Englischen als Fairy Rings bekannt — gehören zu den auffälligsten und rätselhaftesten Erscheinungen auf Golf- und Sportrasenflächen. Früher glaubten die Menschen an Magie, wenn innerhalb von nur 1–3 Tagen kreisförmig angeordnete Pilzfruchtkörper aus dem Boden schossen. Die Bezeichnung „Hexenring" geht auf Erklärungsversuche aus dem Mittelalter zurück.

Die Ursache ist jedoch ganz irdisch: Diverse Hut- und Ständerpilze bilden im Boden ein kreisförmig wachsendes Pilzgeflecht (Myzel), das mit der Zeit Nährstoffe aufzehrt und sich strahlenförmig vom Ausgangspunkt aus weiter ausbreitet. Der sichtbare Fruchtkörper ist dabei nur das, was die Bodenoberfläche durchstößt.

Die drei Erscheinungstypen

Typ 1 — Ausbildung eines kreisförmig abgestorbenen Grasbandes mit jeweils einer nach innen und außen abgehenden dunkelgrünen Randzone. Der schwerwiegendste Typ für den Rasen.

Typ 2 — Ein einzelner dunkelgrüner Ring ohne anfängliches Absterben der Gräser. Häufig auf Sportrasenflächen anzutreffen. Bei guten Witterungsbedingungen können auch hier Fruchtkörper auftreten.

Typ 3 — Nur kreisförmig angeordnete Fruchtkörper, keine Rasenverfärbungen und kein Absterben der Gräser.

Wie Hexenringe entstehen

Ausgangspunkt sind Pilzsporen, die mit dem Wind in den Boden gelangen. Dort entwickelt sich zunächst ein Pilzgeflecht (Myzel). Bei gleichmäßiger Bodenbeschaffenheit — wie auf Sportrasenflächen — wächst dieses Geflecht unterirdisch gleichmäßig kreisförmig weiter, da die Nährstoffe im Zentrum aufgezehrt werden.

Anfänglich verfärbt sich das Gras über dem Myzel dunkelgrün, weil der Pilz beim Abbau organischer Substanz Nährstoffe freisetzt. Das Myzel befällt die Rasengräser dabei nicht direkt. Bildet das Myzel jedoch eine zu dichte Schicht, gelangt kaum noch Wasser an die Gräserwurzeln — die Gräser vertrocknen und sterben ab. Der Durchmesser solcher Hexenringe kann von wenigen Zentimetern bis zu 10 m betragen.

Vorbeugende Maßnahmen

  1. Boden kontinuierlich lockern und belüften — regelmäßiges Aerifizieren verhindert die Ausbildung dichter Myzelnetzwerke im Boden.
  2. Rasenfilz entfernen — vorhandenen Filz durch Vertikutieren beseitigen; übermäßige Filzbildung generell vermeiden.
  3. Schnittgut entfernen — nach dem Mähen das Schnittgut entfernen, um die Nährstoffgrundlage für den Pilz zu reduzieren.
  4. Wasserversorgung sicherstellen — bei bestehenden Hexenringen den Boden mit einer Grabgabel durchstechen und betroffene Bereiche intensiv wässern, um das wasserabweisende Myzel zu überwinden.
  5. Wetting Agents einsetzen — organische Netzmittel verbessern die Wasseraufnahme in betroffenen Bereichen und unterstützen eine gleichmäßige Feuchteverteilung im Boden.
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Wetting Agents

Das wasserabweisende Myzel der Hexenringe lässt sich mit professionellen Wetting Agents wirkungsvoll bekämpfen. Netzmittel verbessern die Wasseraufnahme im Boden und helfen, die Gräser ausreichend mit Feuchtigkeit zu versorgen.

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Nachsaat

Nach starkem Typ-1-Befall mit abgestorbenen Bereichen empfiehlt sich eine gezielte Nachsaat, um die Grasnarbe wieder zu schließen.

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Bekämpfung und Fungizide

Der Einsatz von Fungiziden gegen Hexenringe ist nicht zugelassen. Die wirksamsten Maßnahmen sind mechanische Bodenbearbeitung, intensives Wässern der betroffenen Bereiche nach dem Durchstechen mit der Grabgabel sowie der Einsatz organischer Wetting Agents.

Was sind Hexenringe im Rasen?

Hexenringe (Fairy Rings) entstehen durch diverse Hut- und Ständerpilze, deren Myzel sich kreisförmig im Boden ausbreitet. Das wasserabweisende Myzel verhindert, dass Wasser die Gräserwurzeln erreicht, was im schlimmsten Fall zum Absterben der Gräser führt.

Welche Typen von Hexenringen gibt es?

Es gibt drei Typen: Typ 1 mit abgestorbenem Grasband und dunkelgrünen Randzonen, Typ 2 mit einem einzelnen dunkelgrünen Ring ohne Grasabsterben, und Typ 3 mit nur kreisförmig angeordneten Fruchtkörpern ohne Rasenschäden.

Wie bekämpft man Hexenringe im Rasen?

Fungizide sind nicht zugelassen. Wirksam sind: betroffene Bereiche mit einer Grabgabel durchstechen und intensiv wässern, Einsatz von organischen Wetting Agents, regelmäßiges Aerifizieren und Rasenfilzreduktion.

Wie groß können Hexenringe werden?

Der Durchmesser von Hexenringen kann von wenigen Zentimetern bis zu 10 Metern betragen. Das Wachstum erfolgt langsam, aber kontinuierlich, da das Myzel jedes Jahr weiter nach außen wächst.

Fragen zu Hexenringen?
Kein Problem! Kontaktiere uns – wir helfen gerne weiter!